
Wissenschaftliche Basis
Neuro-psychologische
Systeme
Gerhard Roth unterscheidet sechs neuropsychologische Systeme, die unser Verhalten und unsere Persönlichkeit prägen. Dazu gehören das emotional-instinktive System, das autonome Verhaltenssystem, das emotionale Erfahrungssystem, das kognitive Bewertungssystem, das sprachlich-analytische System sowie das willentliche Handlungssystem. Diese Systeme arbeiten zusammen – einige unbewusst, andere bewusst – und steuern, wie wir fühlen, denken, handeln und lernen.
Stress-verarbeitungssystem
Dieses System reguliert, wie wir auf belastende Reize reagieren. Es aktiviert bei wahrgenommenen Bedrohungen typische Stressreaktionen (z. B. Flucht, Kampf, Erstarren) und beeinflusst langfristig, ob wir resilient oder anfällig für Stressfolgen wie Erschöpfung oder Angststörungen sind.
Realitäts-wahrnehmungssystem
Dieses System sorgt dafür, dass wir unsere Umwelt möglichst objektiv erfassen, zwischen Wunsch und Wirklichkeit unterscheiden und angemessen auf äußere Reize reagieren können. Störungen in diesem System können zu Realitätsverlust oder Fehlinterpretationen führen.
Impulskontrollsystem
Dieses System ermöglicht es uns, spontane Reaktionen zu hemmen, Handlungen zu überdenken und langfristige Ziele zu verfolgen. Es ist essenziell für Selbstdisziplin, Frustrationstoleranz und verantwortungsbewusstes Handeln – und reift oft erst im jungen Erwachsenenalter vollständig aus.
Belohnungs- und Belohnungserwartungs-system
Dieses System motiviert unser Verhalten durch das Erleben und die Erwartung positiver Gefühle. Es steuert Zielorientierung, Antrieb und Lustempfinden und spielt eine zentrale Rolle bei Lernprozessen, Motivation – aber auch bei Suchtverhalten.
Bindungssystem
Das Bindungssystem reguliert unser Bedürfnis nach Nähe, Vertrauen und emotionaler Sicherheit. Es entsteht früh in der Kindheit und prägt unsere Fähigkeit zu langfristigen, stabilen Beziehungen. Seine Aktivität beeinflusst unser soziales Verhalten und unsere Stressresistenz.
Emotionskontroll- und Selbstberuhigungssystem
Dieses System hilft, emotionale Erregung zu regulieren und sich in Stress- oder Konfliktsituationen selbst zu beruhigen. Es ist eng mit der Fähigkeit zur Impulskontrolle und emotionalen Stabilität verbunden und entwickelt sich durch frühe Bindungserfahrungen.
Wissenschaftliche Basis
Big Five
Gerhard Roth unterscheidet sechs neuropsychologische Systeme, die unser Verhalten und unsere Persönlichkeit prägen. Dazu gehören das emotional-instinktive System, das autonome Verhaltenssystem, das emotionale Erfahrungssystem, das kognitive Bewertungssystem, das sprachlich-analytische System sowie das willentliche Handlungssystem. Diese Systeme arbeiten zusammen – einige unbewusst, andere bewusst – und steuern, wie wir fühlen, denken, handeln und lernen.
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